Außerplanmäßige Ratssitzung im Juli: Radweg und Friedhofshalle stehen auf der Tagesordnung

Der frühe Vogel fängt den Wurm, heißt es. Darum beschäftigt sich der Stützengrüner Gemeinderat bereits mit Bauvorhaben für das Jahr 2018. Zwei Fördermittelanträge standen auf der Tagesordnung der außerplanmäßigen Ratssitzung im Juli: Zum einen soll die Friedhofshalle im Ortsteil Hundshübel saniert werden und zum anderen soll der erste Bauabschnitt der Radwegekonzeption „Berge verbinden – Steinberg/Kuhberg“ umgesetzt werden. Für beide Bauvorhaben können Fördermittel über die LEADER-Entwicklungsstrategie (LES) Westerzgebirge beantragt werden. Die Antragsunterlagen sind laut Bauamtsleiter Thomas Ungethüm fristgerecht zum 10.07. eingereicht worden. Da aber auch eine gemeindewirtschaftliche Stellungnahme des Landratsamtes notwendig ist, bedarf es eines vorherigen Gemeinderatsbeschlusses, weil beide Bauvorhaben in den Haushaltsplan 2018 aufgenommen werden müssen. Zudem wird für die Sanierung der Friedhofshalle eine weitaus höhere Summe benötigt, als zuvor im Investitionsplan 2017-2020 vorgesehen ist. Bei Gesamtkosten in Höhe von 80 000 Euro und einer 50%-igen Förderung kommt auf die Gemeinde ein Eigenanteil von 40 000 Euro zu. Zuvor war nur ein Eigenanteil von 10 000 Euro geplant.

 

Beim ersten Abschnitt des Radwegekonzeptes soll der ehemalige Bahndamm zwischen der Auerbacher Straße in Stützengrün und der Gemarkungsgrenze zu Rothenkirchen zu einem gemeindeverbindenden Radweg ausgebaut werden. Hier belaufen sich die Kosten für die Gemeinde auf insgesamt 355 000 Euro, wobei eine Förderung von 80 % (284 000 Euro) beantragt wurde. Dass es sich bei diesem ersten Streckenabschnitt lediglich um 800 Meter handelt, ließ die Gemeinderäte sichtlich schnaufen. Die Eigenmittel in Höhe von 71 000 Euro sind aus den vorhandenen liquiden Mitteln zu finanzieren und ziehen zudem noch jährliche Folgekosten von ca. 1775 Euro pro Jahr nach sich. Allerdings sei nur durch eine solche Investition der Lückenschluss des Radwegenetzes zwischen Stützengrün und Steinberg und weiterhin zwischen dem Erzgebirgskreis und dem Vogtlandkreis möglich, erklärte der Bürgermeister Volkmar Viehweg. Die Gemeinderäte sprachen sich einstimmig für beide Bauvorhaben im kommenden Jahr aus.